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Das Patrozinium St. Margareta ist typisch für mittelalterlische Kirchen bäuerlicher Gemeinden; der Festtag am 13. Juli lag in der Arbeitspause vor den Ernte.

1351 kam die Kirche vom Mainzer Dompropst an das Domkapitel.

1515 wurde die St.-Sebastian-Bruderschaft erneuert, die heute noch besteht.

Die Baugeschichte von St. Margareta lässt sich gut an ihrem Äußeren ablesen:
Vor 1220 Errichtung von Hauptschiff und Turm.
Um 1490 Anbau der Sakristei an der Nordseite des Turmes, gleichzeitig Einbau von spätgotischen Portalen, vielleicht durch Künstler der Frankfurter Dombauschule. Im Hoch- und Spätmittelalter gingen aus unserer Region Sandsteinlieferungen zu den "roten Domen" an Rhein und Main, im Gegenzug kam von dort künstlerischer Einfluss. Das östliche Südportal zeigt die hl. Margareta im Kampf mit dem Drachen, darunter eine Inschrift, dievon einem Ablass das Jahres 1437 berichtet. Das Tympanon über dem westlichen Portal der Südfassade - es stand bis um 1750 als Hauptportal an der Straßenseite - zeigt die Auferstehung Christi, im Gewändescheitel darunter ein Engel mit Spruchband.
1585 Erhöhung des Turms.
1608 Anbau des Seitenschiffs im Stil der Echtergotik, benannt nach dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1585-1617), der als tatkräftiger Gegenreformator möglicherweise bewusst spätgotische Formen aufgriff.
Um 1750 Verlängerung der Schiffe nach Westen und Einsetzen des Hauptportals in die Verlängerung der Südwand unter Baumeister Christian Wolff Amorbach. Die aus der Baugeschichte resultierende Asymmetrie des Gebäudes erschließt sich vor allem dem Betrachter des Innenraums: Der Hauptaltar steht seit dem Anbau des Seitenschiffs nicht mehr in der Mittelachse, und die Trennwand von Haupt- und Seitenschiff wurde 1750 nicht verlängert, um die damals eingebaute Empore nicht zu stören.

Die barocke Einrichtung kaschiert zusätzlich die mittelalterliche Bausubstanz. Augenfällig ist sie noch im kleinen, quatratischen Chorraum, der das Untergeschoss des Turmes bildet: Die Gewölberippen ruhen auf Viertelsäulen mit romansichen Kapitellen, und ein stark eingezogener Rundbogen trennt Chorraum vom Hauptschiff.
Die Innenausstattung stammt fast ausschließlich aus dem 18. Jahrhundert: Im ersten Drittel beschaffte man den Haupt-, den Marien- und den Kreuzaltar, um 1750 kamen dazu der Sebastiansaltar und ein neues Hochaltarbild von Nikolaus Hoof aus Mudau.
Gleichzeitig begann die Errichtung der Orgel, wofür der Dachboden aufgewölbt werden musste. 1749 hatte die Pfarrei des Instrument bei Johann Konrad Wehr in Marktheidenfeld in Auftrag gegeben; es gilt heute als dessen ältestes erhaltenes Werk. Nach 1760 erneuerte man Kanzel und Kommunionbank, die wie die Altäre marmoriert wurden. Der Hochaltar erhielt 1773 seine endgültige Fassung von Maler Thalheimer aus Amorbach.

Quelle: Kleiner Führer zu den Zeugnissen der Ortsgeschichte Bürgstadt

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Wahrscheinlich war sie zunächst Pfarrkirche für die gesamte Umgebung und wurde zwischen 900 und 1000 errichtet (Radiokarbon-Analyse 1997). Ihr Patrozinium verweist auf die fränkische Staatskolonisation des 7. Jahrhunderts. In dieser Zeit war Bürgstadt bedeutendster Mainzer Stützpunkt im südwestlichen Mainviereck   weiterlesen...

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Das Rathaus steht zeitlich und künstlerisch in engem Zusammenhang mit der Martinskapelle. 1590-1592 erbaut, stammt sein gotisch anmutender Dachstuhl vom gleichen Zimmermann wie derjenige der Martinskapelle. Sonst aber dominieren allgemeine Renaissanceformen, die ihren Baumeister nicht verraten. Das Sitznischen-Portal ist in dieser Form auch in Sachsen und Norddeutschland anzutreffen.   weiterlesen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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