buergstadt martinskappele 008 w

Wahrscheinlich war sie zunächst Pfarrkirche für die gesamte Umgebung und wurde zwischen 900 und 1000 errichtet (Radiokarbon-Analyse 1997). Ihr Patrozinium verweist auf die fränkische Staatskolonisation des 7. Jahrhunderts. In dieser Zeit war Bürgstadt bedeutendster Mainzer Stützpunkt im südwestlichen Mainviereck.
Um 1490 erhielt die Martinskapelle neue Portale von den Künstlern, die gleichzeitig an der Pfarrkirche arbeiteten. Auch die Türbeschläge stammen noch aus dieser Zeit. Das Hauptportal zeigt im Tympanon den hl. Martin zu Pferd, seinen Mantel mit dem Bettler teilend. Darüber Christus mit dem Mantel in der Hand, so wie er nach der Legende St. Martin im Traum erschienen ist.

Rechts vom Eingang befinden sich drei Sühne kreuze, die im 15. Jahrhundert öfter in unserer Region errichtet wurden. Häufig hat man Übeltäter per Gerichtsurteil dazu verpflichtet.

Ergänzt wird die Innenauststattung ebenfalls kurz vor 1500: St. Martin im Chor und die ausdrucksstarke Kreuzigungsgruppe im Triumphbogen stammen vielleicht aus der Schule Tilman Riemenschneiders.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Martinskapelle um 1590: Die wohl seit 1490 vorhandenen großen Fenster - ihre vermauerten Bögen waren nach der Entfernung des Außenputzes 1972 deutlich zu erkennen - wurden geschlossen, der Dachstuhl erhöht sowie Chor (Meister AH1589) und Schiff (Meister IBM 1593) mit Bilderzyklen ausgemalt.

Vielleicht 1628 (Jahreszahl über dem echtergotischen Fenster in der Chornordwand) stifteten Centgraf Leonhard Gackstatt und seine Frau Brigitta den Hochaltar, der bis in unser Jahrhundert hinein immer wieder umgearbeitet wurde.

1748 lieferte Nikolaus Hoof aus Mudau den Wendelinusaltar, dazu Hauptaltarbild und -antependium mit Darstellungen des hl. Martin.
Die Hinterglasbilder des Kreuzweges mit 15 Stationen entstanden kurz vor oder um 1800 am Staffelsee, die Stationen XII und XIV hat man nach 1907 leider schlecht ersetzt.

Die Kapelle wurde 1906, 1972 und 1997 restauriert. Weitere Informationen zu den Bildfolgen in Chor (Martinslegende, Evangelisten und Kirchenväter) und Schiff (Bilderbibel oder biblia pauperum mit Weltgericht, Wappen) erhalten Sie von einer CD, die Sie in der Kapelle abhören können.

Quelle: Kleiner Führer zu den Zeugnissen der Ortsgeschichte Bürgstadt

Für Besichtigungen der Marinskapelle erhalten Sie den Schlüssel direkt nebenan bei der Gärtnerei Kling, Martinsgasse 22. 

Weitere Informationen über die Martinskapelle finden Sie in der Broschüre "Die Kirchen in Bürgstadt". Sie ist für 4,50 EUR Schutzgebühr (inkl. Versandkosten) erhältlich unter:
pfarrei.buergstadt@bistum-wuerzburg.de 

erfbruecke 001
Am 29. September 1732, dem Michaelstag, wurden Odenwald und Taubertal vom verheerenden Unwettern heimgesucht. Die zeitgleichen Hochwässer rissen in Bürgstadt Ober- und Untermühle weg, dazu die 1538 errichtete steinerne Brücke, die etwa an der Stelle der heutigen neuen Erfbrücke gestanden hat.   weiterlesen...

 

 

buergstadt alte kirche 001 w
Die Baugeschichte von St. Margareta lässt sich gut an ihrem Äußeren ablesen:

Vor 1220 Errichtung von Hauptschiff und Turm. Um 1490 Anbau der Sakristei an der Nordseite des Turmes, gleichzeitig Einbau von spätgotischen Portalen, vielleicht durch Künstler der Frankfurter Dombauschule. Im Hoch- und Spätmittelalter gingen aus unserer Region Sandsteinlieferungen zu den "roten Domen" an Rhein und Main, im Gegenzug kam von dort künstlerischer Einfluss   weiterlesen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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