Am 29. September 1732, dem Michaelstag, wurden Odenwald und Taubertal vom verheerenden Unwettern heimgesucht. Die zeitgleichen Hochwässer rissen in Bürgstadt Ober- und Untermühle weg, dazu die 1538 errichtete steinerne Brücke, die etwa an der Stelle der heutigen neuen Erfbrücke gestanden hat.
Noch 1732 wurde ein Holzsteg an der Stelle der heutigen alten Erfbrücke gebaut. Am gleichen Ort errichtete man 1734 eine massive Holzbrücke, die 1738 ein Steinpflaster bekam. Der damals gesetzte Grundstein ist heute noch flussab im Mauerwerk an der Miltenberger Auffahrt zu sehen.
1753/54 erbaute die Gemeinde die Steinbrücke nach einem Entwurf des Miltenberger Baumeister Johann Martin Schmitt; die Bauausführung lag jedoch in den Händen des Amorbachers Christian Wolff.
1953 mußte die Brücke flussauf um 1,5 Meter verbreitert werden, dabei hat man die alten Werksteine wiederverwendet.
Ein barocker Bildstock, flussauf an der Bürgstädter Auffahrt, erinnert an die Toten des "Michelswassers" von 1732, den Untermüller Fath und seinen Sohn. Gestiftet hat ihn der überlebende Sohn Johann Blasius, der zum Dank für seine Errettung ins Miltenberger Franziskanerkloster eintrat.

Quelle: Kleiner Führer zu den Zeugnissen der Ortsgeschichte Bürgstadt